Getagged: Angst

Hamsterradio mit/ohne Böhmermann

Teichelmauke macht bekanntlich auf colo- das Hamsterradio, und manchmal hat er Gäste.

Virtuelle Gäste in diesem Falle, den obwohl Jan Böhmermann in dieser knappen Stunde sehr präsent ist, war er physisch abwesend.

Das machte aber nix, denn seine Musik war da. Ja, Musik, denn neben der ungesungenen Verbalakrobatik beherrschen seine Crew und er auch die Kunst der Musikparodie. Ob die kinderschreckenden Pyromanen von Rammstein oder amerikanische Groß-Rocker, ob (gleich mehrmals) die harten Knaben vom Sprech- nun ja, Gesang oder die inhaltsbefreiten, aber bedeutungshubernden Schlagerfuzzis der jüngeren Generation: Böhmermann kann es besser.

Dem Radio immanent ist der Verzicht auf (bewegte) Bilder, was in diesem Falle schade ist, denn auch die dazu produzierten Videoclips sind vom Feinsten. Aber die stehen ja im Netz rum zum Nachschauen.

Anlass der Schbeschäll-Sendung war der sehr sympathische Aufruf des Künstlers zu Spenden für die MISSION LIFELINE, der am Anfang zitiert wird. Ein kleines Dankeschön von coloRadio dafür, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln.

Hier:

https://www.dropbox.com/s/qnqt3lfqul6lzzd/Sendung%20f%C3%BCr%20B%C3%B6hmermann.mp3?dl=0

 

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FeinFeuerStaubWerk

Ein Diskussionsbeitrag.

https://www.dropbox.com/s/15dsifxb597dpck/Feuerfeinstaubwerkrohfassung.mp3?dl=0

 

Und am Ende schuf Gott das Happy-End

„Hiob“ nach dem Roman von Joseph Roth in der Fassung von Koen Tachelet, Regie Nurkan Erpulat, Premiere am 18. Februar 2017 am Staatsschauspiel Dresden

Jahwe hat – wen wundert’s – jiddischen Humor. Ausgerechnet seinem treuesten Knecht Mendel Singer, der als Tora-Lehrer nun wirklich im Sinne des Herrn wirkt und sich auch sonst nichts zu Schulden kommen lässt im Glauben wie im Leben, gibt er in seinem Remake des Alten Testaments, das nunmehr im Galizien des beginnenden 20. Jahrhunderts und später in New York spielt, die Rolle des Hiob. Da kann man schon vom Glauben abfallen, wenn der eine Sohn zu den Kosaken geht, der andere rübermacht über den großen Teich, die Tochter eine Art Lily Marleen für Kosaken wird und dann das Nesthäkchen auch noch behindert ist, von der nörgligen Gemahlin ganz zu schweigen. Oder?

Wie es ausgeht, steht hier:

http://www.kultura-extra.de/theater/spezial/premierenkritik_hiob_staatsschauspielDD.php

 

Wenn er geschwiegen hätte … oder: Was gehört zu Sachsen?

Nein, auch wenn er geschwiegen hätte, der sächsische Landesvati, ein Philosoph wäre er damit weder geblieben noch geworden. Zu oft hat man schon Seltsames gehört von ihm, als dass dieser Titel angemessen wäre.

Bislang fuhr Tillich mit seiner vermutlich in Berlin abgeschauten Strategie, fein in der Deckung zu bleiben und nur im Notfall einen Standpunkt zu vertreten, recht gut. In Sachsen gewinnt man damit Wahlen.
Was mag ihn geritten haben, am heutigen (25.01.) Sonntag der „Welt“ ein Interview zu geben, in dem er neben viel Belanglosem, einigem Richtigen und einigem zumindest Streitbaren sich auch bemüßigt fühlt, Angela Merkels unlängst geäußertem klarem Standpunkt zu widersprechen: „… Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört.“ Punkt. Treffer. Versenkt.

Tillich ist lange genug Politiker, um gewusst zu haben, dass die Journalisten genau diese Aussage zum Aufhänger wählen würden. Und selbst wenn er sich in diesen Fragen eine gewisse Naivität bewahrt haben sollte, gibt es doch genug Leute um ihn herum, die eigentlich dafür bezahlt werden, solche verbalen Fehltritte zu verhindern. Von einem Versehen kann man da also kaum sprechen.

Dabei geht es gar nicht um den Wahrheitsgehalt dieses Satzes. …

Der ganze Kommentar hier:
http://www.livekritik.de/kultura-extra/panorama/feull/kommentar_wennergeschwiegenhaette250115.php