Es steigen einem die Tränen in die Augen, wenn man hört …


„Elf.“
Marion Brasch, meine Lieblingsmoderatorin seit einem Vierteljahrhundert, kündigt gewohnt lakonisch die Nachrichten an. Na wolln mal hören, was die letzten zwölf Stunden so gebracht haben an der News-Front.

„Eklat um Merkel-Besuch in Petersburg?“ Die wird doch nicht etwa?

Ich meine, Themen gäbe es ja genug.
Die Progromstimmung gegen Schwule (darf Westerwelle eigentlich noch einreisen?), die Waffen für Assad, die Pressefreiheit russischer Art, die gigantischen Umweltverbrechen, von denen in Europa kaum einer weiß, der Neo-Zarismus allgemein oder die politischen Gefangenen.
Aber das ging uns doch bisher offiziell gar nichts an, solange wir Gas bekommen und Autos liefern dürfen?

Hat sie nun endlich mal gesagt: „Lieber Wladimir Stalinowitsch, so geht das nicht!“ Schön. Respekt. Ein Anfang. Mein Herz weitet sich.

Doch wie jetzt?
Es geht um Kunst? Das war mir als Schwerpunktthema von Merkel noch gar nicht bekannt.
Ach so, Beutekunst … Na dann.
Alles halb so wild. Die Grußworte zur Ausstellungseröffnung waren dem sowjetischen Protokoll nicht genehm. Aber unser Tapfer-Merkel lässt sich nicht den Mund verbieten. Zumindest nicht, wenn es um drittrangige Themen geht.

Was bleibt?
Putin darf weiter ungerügt die wilde Sau spielen, nur unsere Schinken in Öl, die hätten wir gern zurück. Eine Schande.

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