Es wird alles gesagt worden sein


 

Ein noch unvollendetes Futur – oder: Das Damokles-Motto jeder Beziehung

 Am Start erkennt man den Sieger? Mag sein. Aber erkennt man auch die Platzierten und die Verlierer?

 „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, weiß der Dichterfürst, und jede Menge Hoffnung.

Und glücklich ist, wer vergisst … was da alles an Problemen ist. Fragt sich nur wie lange. Aber es gibt ja MeisterInnen des Vergessens, des Ausblenden-Könnens zuhauf.

 Der Mensch wird komplizierter mit den Jahren. Diesen Lehrsatz kann man wohl kaum bestreiten. Aber wird er auch kompromissbereiter? Meinereiner müsste das verneinen.

„Jeder will ja irgendwo dazugehören“ sagt Bertold im „Armen Tor“. Ein schöner Satz, schlicht und wahrhaft.

Aber um welchen Preis? Selbstaufgabe, zumindest in Teilen, für das schöne Gefühl der Zwei- oder auch Mehrsamkeit? Singen im Chor statt des einsamen Solos vor leeren Reihen?

 „Man kann alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.“ Wie alt werden Kühe? Ich glaub, ich hab die meisten Kühe meiner Generation schon überlebt, vielleicht auch verspeist.

 Und nu? Ein schlichtes Reset tut es nicht mehr. Neu formatieren, das schon eher. Dummerweise hab ich den Befehl dazu vergessen. Und die graphische Benutzeroberfläche zwingt mich immer in den abgesicherten Modus, wo alles hinterher noch da ist.

 „Ich will – wenn es geht – zweimal leben“, sang die Formation Keimzeit vor Jahren.

Ich auch, lieber Norbert. Und all die Erfahrungen, die kann er behalten, der große Gott, bei meinem Neustart.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s